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Fall #2
Demografie: 40 Jahre alt, Männlich
Indikation: Schulterverletzung

Fall #2

Befunde

Diagnose

Vordere Schulterluxation mit Hill-Sachs-Fraktur

Musterbericht

Anteriore Schulterluxation mit einer akuten Hill-Sachs-Impressionsfraktur. Keine sichere knöcherne Bankart-Läsion; jedoch wird auf die Postrepositionsaufnahmen verwiesen.

Diskussion

  • Schulterluxationen kommen in drei Hauptvarianten vor: anterior, posterior und inferior, wobei die anteriore bei Weitem die häufigste ist. Hier sind einige radiographische Hinweise für jeden Luxationstyp:
    • Anterior: Humeruskopf inferior und medial des Glenoids
    • Posterior: Humeruskopf kann in der AP-Aufnahme korrekt positioniert zum Glenoid erscheinen. Die Schulter ist klassischerweise in Innenrotation fixiert (das sogenannte "Glühbirnenzeichen")
    • Inferior: Humeruskopf inferior des Glenoids mit dem Arm oft in Abduktion fixiert (über dem Kopf erhoben, auch "Luxatio erecta" genannt)
  • Assoziierte Frakturen:
    • Hill-Sachs
      • Tritt entlang des posterolateralen Humeruskopfes auf, wo der Humeruskopf auf das Glenoid aufschlägt
      • Am besten auf Innenrotationsaufnahmen zu sehen
      • Reverse Hill-Sachs bei posteriorer Luxation -> Impressionsfraktur des inferomedialen Humeruskopfes, die auf Röntgenaufnahmen ein "Trough"-Zeichen ergibt
    • Bankart
      • Anteriorer Rand des Glenoids, oft auf Röntgenaufnahmen schwer zu erkennen
      • Reverse Bankart (posteriorer Rand) bei posteriorer Schulterluxation

Kommentierte Bilder & Illustrationen

Acute Hill-Sachs impaction fracture along the posterolateral humeral head (red arrows).

Acute Hill-Sachs impaction fracture along the posterolateral humeral head (red arrows).

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