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Befunde
- Abnorme T2/STIR-Signalhyperintensität und Kontrastmittelanreicherung im Bandscheibenraum L2-L3 sowie in den gesamten Wirbelkörpern L2 und L3 mit schwerer Höhenminderung des Bandscheibenraums und erosiven Endplattenveränderungen
- Weitere Lokalisationen mit abnormer T2/STIR-Signalhyperintensität und Kontrastmittelanreicherung im posterioren Anteil der Bandscheibe L4-L5, im posterioren Anteil der inferioren Endplatte L4 und der superioren Endplatte L5 sowie in der Bandscheibe L5-S1
- Zentrale Minderanreicherung in der Bandscheibe L2-L3 mit posteriorer Bandscheibenvorwölbung und kontrastmittelanreicherndem ventralem epiduralem Gewebe von L2-L5, das zu einer schweren Spinalkanalstenose mit Kompression der Nervenwurzeln der Cauda equina und fortgeschrittener bilateraler Neuroforamenstenose bei L2-L3 führt. Phlegmonöses Gewebe führt auch zu geringer Spinalkanalstenose bei L3-L4 und L4-L5 und in Kombination mit degenerativen Veränderungen zu mäßiger bis fortgeschrittener linksseitiger und geringer rechtsseitiger Neuroforamenstenose bei L3-L4 sowie mäßiger bilateraler Neuroforamenstenose bei L4-L5
- Kleine eingemischte nicht anreichernde Komponenten im ventralen epiduralen anreichernden Gewebe
- Ausgedehnte paraspinale T2/STIR-Signalhyperintensität und Kontrastmittelanreicherung mit peripher anreichernden Flüssigkeitsansammlungen in den bilateralen Psoasmuskeln von L2-L4, die größten rechts 12 mm und links 6 mm messend
- Mäßige bis fortgeschrittene linksseitige und mäßige rechtsseitige Neuroforamenstenose bei L5-S1 durch Facettenhypertrophie
- Benigne vertebrale venöse Malformation (Hämangiom) im Wirbelkörper L5
- Konus medullaris endet bei L1, in normaler Position
- Vergrößerte retroperitoneale Lymphknoten, wahrscheinlich reaktiv
Diagnose
Diszitis/Osteomyelitis
Musterbericht
Befunde vereinbar mit einer Diszitis/Osteomyelitis bei L2-L3 mit intradiskalem Abszess und ventralem epiduralem Phlegmon mit kleinen eingemischten epiduralen Abszessen. Epidurale Abszesse und Phlegmon in Kombination mit zugrunde liegenden degenerativen Veränderungen führen zu schwerer Spinalkanalstenose bei L2-L3, geringer Spinalkanalstenose bei L3-L4 und L4-L5 sowie unterschiedlichen Graden multilevelärer Neuroforamenstenose, am fortgeschrittensten bilateral bei L2-L3 und links bei L3-L4.
Ausgedehnte paraspinale entzündliche Veränderungen mit bilateralen Psoasabszessen bis 12 mm rechts und 6 mm links messend. Wahrscheinlich reaktive retroperitoneale Lymphadenopathie.
Weitere Lokalisationen mit abnormer T2/STIR-Signalhyperintensität und Kontrastmittelanreicherung im posterioren Anteil der Bandscheibe L4-L5, im posterioren Anteil der inferioren Endplatte L4 und der superioren Endplatte L5 sowie in der Bandscheibe L5-S1 können degenerativer Ätiologie sein, könnten aber angesichts der angrenzenden infektiösen Befunde weitere Lokalisationen einer Diszitis/Osteomyelitis darstellen.
Diskussion