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Fall #15

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Demografie: Male
Indikation: Verdacht auf Kindesmisshandlung

Befunde

  • Diffuse fleckige T2/FLAIR-Hyperintensität in den bilateralen Großhirnhemisphären, Basalganglien und dem Kleinhirn
  • Diffuse Gyrusschwellung mit generalisierter Sulkusverlegung, abwärtsgerichteter transtentorieller Herniation mit Verlegung der basalen Zisternen und Kleinhirntonsillen-Herniation mit Enge am Foramen magnum
  • Dünne bilaterale T1-hyperintense Subduralergüsse entlang der Hirnkonvexitäten und der interhemisphärischen Falx mit assoziiertem Suszeptibilitätsartefakt
  • Minimaler Suszeptibilitätsartefakt in den zerebralen Sulci, rechts mehr als links, fokal betont über der rechten Parietalregion
  • Gemischtes T1/T2-Signal-Material geschichtet im Glaskörperraum des rechten Bulbus mit assoziiertem Suszeptibilitätsartefakt
  • Kleine rechts betonte bilaterale Mastoidergüsse

Diagnose

Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie (Kind) mit Retinablutung

Musterbericht

Die Befundkonstellation ist hochgradig verdächtig auf Kindesmisshandlung.

Profundes zerebrales und zerebelläres Ödem mit Beteiligung der bilateralen Basalganglien. Assoziierter Raumforderungseffekt mit generalisierter Sulkusverlegung, abwärtsgerichteter transtentorieller Herniation mit Verlegung der basalen Zisternen und Kleinhirntonsillen-Herniation mit Enge am Foramen magnum.

Dünne bilaterale Subduralhämatome entlang der Hirnkonvexitäten und der interhemisphärischen Falx sowie vereinzelt geringe sulkale Subarachnoidalblutung. Fokal dicker Suszeptibilitätsartefakt entlang der rechten Parietalkonvexität könnte eine thrombosierte/rupturierte Kortikalvene darstellen.

Glaskörperblutung geschichtet im rechten Bulbus.

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