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Befunde
- Multifokale kortikale T2/FLAIR-Signalhyperintensität und noduläre kortikale und leptomeningeale Kontrastmittelanreicherung mit Gyrusauftreibung, am stärksten ausgeprägt in den bilateralen parafalzinen Frontallappen, rechts mehr als links an den Rändern der Sylvischen Fissuren und entlang des oberen Vermis
- Diffuse noduläre Verdickung und Kontrastmittelanreicherung der pialen Oberflächen des Hirnstamms sowie Beteiligung des Tentorium cerebelli beidseits
- Einige eingestreute Bereiche mit T1-Signalhyperintensität, insbesondere entlang der pialen Oberfläche der paramedianen Großhirnhemisphären
- Kein Hinweis auf akuten Infarkt, Blutung, Masseneffekt oder Hydrozephalus
- Kontrastanreichernde Läsion in der rechten Stirnhöhle bei ansonsten geringer verstreuter Schleimhautverdickung der Nasennebenhöhlen
Diagnose
Leptomeningeale Erkrankung
Musterbericht
Befunde vereinbar mit ausgedehnter leptomeningealer Erkrankung, am stärksten ausgeprägt entlang der bilateralen medialen Frontallappen und Sylvischen Fissuren, aber auch mit Beteiligung multipler Strukturen der hinteren Schädelgrube. Angesichts der Vorgeschichte wird dieses Erscheinungsbild am ehesten als Tumordissemination eingestuft, wobei granulomatöse Erkrankungen wie Sarkoidose, Tuberkulose und Pilzinfektionen als weniger wahrscheinliche Alternativdiagnosen gelten. Korrelation mit der Liquoranalyse und Erwägung eines MRT der gesamten Wirbelsäule mit und ohne Kontrastmittel zur weiteren Abklärung empfohlen.
Einige eingestreute Bereiche mit T1-Signalhyperintensität, insbesondere entlang der pialen Oberfläche der paramedianen Großhirnhemisphären, können eine begleitende geringe Blutung oder proteinreiches Material darstellen.
Kein Hinweis auf akuten Infarkt, organisiertes Hämatom, Masseneffekt oder Hydrozephalus.
Kontrastanreichernde Läsion in der rechten Stirnhöhle, die einen Polypen oder möglicherweise eine lokalisierte Pilzbesiedlung darstellen kann.
Diskussion