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Fall #30

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Demografie: 46 Jahre alt, Männlich
Indikation: Trauma

Befunde

  • Akutes großes intraparenchymatöses Hämatom im inferioren rechten Temporallappen. Zusätzliche kleinere intraparenchymatöse Hämatome in den inferioren Frontallappen, links mehr als rechts
  • Schmales akutes extraaxiales Hämatom (am ehesten subdural) entlang der rechten frontalen Konvexität sowie entlang des rechten Tentorium cerebelli
  • Vereinzelte akute Subarachnoidalblutung geringen Ausmaßes, insbesondere mit Spiegelbildung in der rechten Sylvischen Fissur
  • Diffuse Verstreichung der Sulci als Hinweis auf ein Hirnödem mit Mittellinienverlagerung von rechts nach links, absteigender transtentorieller Herniation, Verstreichung der basalen Zisternen und Verlagerung der Kleinhirntonsillen in das Foramen magnum
  • Multifokaler Pneumozephalus
  • Akute, die Labyrinthkapsel einbeziehende komplexe Felsenbeinfraktur rechts mit dominanter transversaler Komponente, die durch die Cochlea verläuft
  • Akute, die Labyrinthkapsel aussparende, längs verlaufende Felsenbeinfraktur links mit Verlauf durch das Mittelohr
  • Akute Trümmerfraktur mit Impression der Schuppe des rechten Os temporale
  • Akute nicht dislozierte Fraktur des linken Os frontale mit Verlauf durch die äußere und innere Begrenzung des linken Sinus frontalis sowie durch das Orbitadach, mit begleitendem Hämatosinus und Pneumozephalus. Gas und Blut im superioren retrobulbären Anteil der rechten Orbita ohne Protrusio bulbi
  • Ausgedehnte Quetschverletzung des Gesichtsschädels mit wahrscheinlichen Le-Fort-Frakturen Typ I, II und III rechts sowie Fraktur des zygomatikomaxillären Komplexes rechts, in dieser Untersuchung nur unvollständig beurteilbar.
  • Teilweise Verschattung beider Mittelohren, der Mastoidzellen sowie sämtlicher miterfasster Nasennebenhöhlen
  • Multifokale Kontusionen/Platzwunden der Kopfschwarte und des Gesichts

Diagnose

Labyrinthkapselbeteiligende und labyrinthkapselaussparende Felsenbeinfrakturen

Musterbericht

Akute intrakranielle Blutung in mehreren Kompartimenten mit einem großen intraparenchymatösen Hämatom im inferioren rechten Temporallappen von 4 x 3,5 x 4 cm, zusätzlichen kleineren intraparenchymatösen Hämatomen in den inferioren Frontallappen (links mehr als rechts), einem akuten Subduralhämatom an der rechten frontalen Konvexität mit einer Dicke von bis zu 1,3 cm sowie einer minimalen Subduralblutung entlang des rechten Tentorium cerebelli und einer vereinzelten akuten Subarachnoidalblutung geringen Ausmaßes, insbesondere mit Spiegelbildung in der rechten Sylvischen Fissur.

Diffuses Hirnödem mit generalisierter Verstreichung der Sulci, 1 cm Mittellinienverlagerung von rechts nach links, absteigender transtentorieller Herniation, Verstreichung der basalen Zisternen und tonsillärer Herniation. Kein Hydrozephalus. Multifokaler Pneumozephalus.

Akute, die Labyrinthkapsel einbeziehende komplexe Felsenbeinfraktur rechts mit dominanter transversaler Komponente, die durch die Cochlea verläuft. Kein Hinweis auf eine Unterbrechung der Gehörknöchelchenkette. Nach anterior Ausdehnung der Fraktur als Trümmerfraktur der Schuppe des rechten Os temporale mit 3 mm Impression.

Akute, die Labyrinthkapsel aussparende, längs verlaufende Felsenbeinfraktur links mit Verlauf durch das Mittelohr. Kein Hinweis auf eine Unterbrechung der Gehörknöchelchenkette.

Akute nicht dislozierte Fraktur des linken Os frontale mit Verlauf durch die äußere und innere Begrenzung des linken Sinus frontalis sowie durch das Orbitadach. Gas und Blut im superioren retrobulbären Anteil der rechten Orbita ohne Protrusio bulbi und ohne Hinweis auf eine Bulbusverletzung.

Ausgedehnte Quetschverletzung des Gesichtsschädels mit wahrscheinlichen Le-Fort-Frakturen Typ I, II und III rechts sowie Fraktur des zygomatikomaxillären Komplexes rechts, in dieser Untersuchung nur unvollständig beurteilbar. Es wird eine dedizierte CT des Gesichtsschädels zur weiteren Abklärung empfohlen.

Teilweise Verschattung beider Mittelohren, der Mastoidzellen sowie sämtlicher miterfasster Nasennebenhöhlen. Durch die Frakturen des Gesichtsschädels und der Schädelbasis besteht ein Risiko für eine Liquor-Otorrhö und -Rhinorrhö.

Multifokale Kontusionen/Platzwunden der Kopfschwarte und des Gesichts.

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